94. Delegiertenversammlung in Jenins

Zu Gast in der Perle der Bündner Herrschaft

AnnaChristina Heinz durfte die 94. Delegiertenversammlung des Bündner Bäuerinnen- und Landfrauenverband zum ersten Mal als Präsidentin eröffnen. Rund 130 Delegierte und Gäste fanden den Weg in die Bündner Herrschaft. Genauer gesagt, in die Perle der Bündner Herrschaft, nach Jenins.

Unter der Leitung von Ursi Stäuble, der Co-Präsidentin der Sektion Maienfeld, wurde die Turnhalle von den Mitgliedern liebevoll dekoriert und die Teilnehmer: innen bedient und verköstigt. Eröffnet wurde der Tag mit einer Morgenandacht durch die Pfarrerin Karin Ott.

Für einen bewegten Start sorgte die Präsidentin AnnaChristina Heinz, indem sie Symbolisch den Vorstand, wie auch den Gästen an einem Seil festhalten ließ, um zu zeigen, dass wir alle am selben Strick ziehen. Mit aufgelockerter Stimmung konnte so zur Versammlung eingeleitet werden. Das Aktive und vergangene Verbandsjahr konnte jeder im Jahresbericht der Präsidentin nachlesen. Die Kassierin Deborah Margni Blumer präsentierte den Delegierten die Rechnung und das Budget fürs kommende Verbandsjahr vor. Diese wurden beide von der Versammlung gutgeheißen.

Martina Lorez-Casanova für weitere drei Jahre gewählt

Im Wahlturnus stand die Vizepräsidentin Martina Lorez- Casanova, sie betreut auch die Redaktion der Landfrau, und setzt die Bündner Bäuerinnen- und Landfrauen auch auf Social Media ins rechte Licht. Lorez stellte sich für weitere 3 Jahre zur Verfügung, leider für die letzten 3 Amtsjahre, danach erreicht sie die erlaubten Amtdauer. Für diese Wiederwahl benötigten die Delegierten jedoch keine Stimmzettel, noch bevor die Präsidentin zur Abstimmung auffordern konnte, wurde Martina Lorez- Casanova mit einem herzhaften Applaus eindeutig wiedergewählt.

Bildung bringt dich weiter

Eine Bäuerin ist viel mehr als nur die Frau des Bauern. Sie war es wahrscheinlich schon immer, aber inzwischen ist die Frau auf einem Betrieb die unverzichtbare Managerin. Die Allrounderin, die alles macht und manch einer übersieht es. Die heutige Landfrau- oder Bäuerin steht am Herd, erzieht Kinder, schmeißt den Haushalt, erledigt das Administrative und darf dann auch noch dem Mann im Stall und auf dem Feld helfen. Das alles zu stemmen ist nicht selbstverständlich.

Der BBLV setzt sich zusammen mit dem Plantahof für eine zeitgemäße und praxisbezogene Bäuerinnenausbildung ein. Diese Ausbildung kann berufsbegleitend, absolviert werden. Dabei werden 9 Praktische Module absolviert, zusätzlich bietet sich auch die Möglichkeit von Wahlfächern an. Die Ausbildung kann über zwei Jahre, mit einem Tag pro Woche oder in einem Jahr, mit je zwei Tagen pro Woche absolviert werden. Ausbildungsverantwortliche für den OKB (offener Kurs für Bäuerinnen) ist Sanja Stuber, welche den anwesenden die Ausbildungsschritte erklärte. Mit dieser Ausbildung stehen den Bäuerinnen mit Fachausweis viele Türen offen, unter anderem auch jene der Direktzahlungsberechtigung.

Sabine Bosshard, Hauswirtschaftliche Beraterin und Lehrerin am Plantahof zeigte die Vielfältigkeit der Kursangebote auf, und Julia Patzen stellte die Tätigkeiten des kommenden Verbandsjahr vor. Und da steht so einiges auf dem Programm, unter anderem auch die Teilnahme am Sechsiläuten auf dem Lindenhof in Zürich.

Ehrungen Bäuerinnen mit Fachausweis

Sieben Frauen erlangten im Jahr 2025 den Fachausweis der Bäuerinnen. Als einzige anwesende konnte Erika Tanner diese Ehrung von Ladina Lötscher entgegennehmen. Ladina Lötscher setzt sich für die Ausbildung der Bäuerinnen ein.

Gut vernetzt

Heutzutage ist es wichtig gut vernetzt zu sein, sei es der Verbands Chat, oder die Beiträge in den Sozialen Medien. Gesehen und gehört werden ist das eine, Informieren und aufklären das andere. Sabine Bosshard wurde im vergangenen Jahr in den Vorstand des SBLV gewählt, und zeigte einen Einblick wie und wo man sich informieren und beraten lassen kann. So findet man auf der Webseite des SBLV Informationen zur Bildung, Ernährung und Hauswirtschaft, aber auch Hilfe und Unterstützung für verschiedene Lebenslagen.

Die kleine Gegend der großen Weine

Wer die Bündner Herrschaft besucht, wird um Rebberge und Wein nicht herumkommen. So begrüßte mit Gemeindepräsident Johannes Lampert ein Weinbauer die Delegierten, und das Nachmittagsprogramm wurde dem Saft der Weintraube gewidmet. Zum einen brachte Leonhard Kunz den Teilnehmern den Bündner Wein, und die Weinregion näher. Und zum andern öffnete das Weingut Obrecht seine Türen zum Torkel, und gab einen Einblick in die Weinproduktion.

Mit musikalischer Begleitung der „Jeninser Meitla“ Manuela und Riccarda konnten die Bäuerinnen und Landfrauen den Tag ausklingen lassen. Die Gastgeber der nächsten Delegiertenversammlung ist die Sektion Schiers, diese wird am 11. April 2027 stattfinden.

Erica Hartmann

 

Foto: Sabina Trepp

DV

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